Monatsarchiv für May 2009

Von Knospen und Läusen

31. May 2009

Die gute Nachricht ist, dass Blütenknospen Anmarsch sind – juhu!

Die schlechte Nachricht hingegen: Blattläuse.
Woher auch immer diese doofen Viecher kommen (evtl. von den anderen Pflanzen am Balkon, oder von der Erde, …?), habe ein-zwei verschiedene Sorten davon auf meinen Chilis gefunden.
Anfangs hab ich sie noch mechanisch und mit Sprühkanister + Seifenlauge bekämpft (und dabei mit dem festen Strahl teils selbst noch den Blättern Schaden zugefügt – ab sofort nur mehr Nebel-sprühen!). Hab mir dann aber als Bio-Variante einen Knoblauchauszug gemacht: dafür eine Knoblauch-Knolle in 3 Liter Wasser geben, aufkochen und dann ein paar Stunden ziehen lassen. Anschließend kann man das alle paar Tage mal auf die Blätter/Läuse sprühen.

Blütenknospen kommenBlattläuseKnoblauchauszug gegen die Blattläuse

Hier zwei Links zu Übersichten häufiger Chili-Schädlinge (pepperworld.com), und Schädlinge (chili-farm.de).

Der finale Umzug

17. May 2009

Offenbar kommen – im Gegensatz zu den dickfleischigen – die kleinen-leichten-scharfen Sorten auch schon mit 12cm/14cm Töpfen aus (wenn dabei auch evtl. die gesamte Pflanze etwas weniger groß werden könnte). Ich habe mich aber trotzdem entschieden, nochmals einen finalen Umzug durchzuführen:

  • Die größeren Pflanzen erhalten je einen 18cm-Topf.
  • Die 3 Plastik-Sprösslinge kommen in 14cm-Töpfe.
  • Die beiden kärglichen Tontopf-Test-Chilis dürfen auch endlich in ein sinnvolles 14cm-Plastik-Heim.

Hier das letztes Foto-Shooting vor dem finalen Umzug:

Vor dem finalen Umzug

Diesmal verwende ich eine explizite Bio-Erde – gut zu sehen ist der beeindruckende Wurzelballen einer der größten Pflanzen:

BioerdeWurzelballen

Ergebnis:

  • Diese Pflanze wurde nach dem Sprießen ursprünglich im Tontopf groß-gezogen, dann aber wegen der Probleme in einen 14cm Plastik-Topf Erste-Hilfe-umgesetzt. Das neue Heim ist jetzt final ein 18cm Topf in Bio-Universal-Erde.
    Eine meiner größten Chili-Pflanzen
  • Die langzeit-Plastik-Topf-Chilis haben in der letzten Zeit an Boden verloren. Hat ihnen vielleicht doch dann die ausgelaugte Erde zu schaffen gemacht? Jedenfalls sind sie in den bislang ersten kleinen Plastik-Töpfchen gegen Schluss weit weniger “gewuchert”.
    Waren schon immer im Plastiktopf
  • Hier die Langzeit-Tontopf-Pflänzchen – mal schauen, ob noch was aus ihnen wird…
    Tontopf-Langzeit-Folgen
  • Diese Chilis unten wurden nicht umgesiedelt, sie bleiben im 14cm-Topf. (Vorteil: sie haben keine nochmals-neue Erde erhalten, das heißt ich kann den Dünger ein wenig besser nutzen und testen :-) …)
    IMG_0396a

Dünger ernten

16. May 2009

Die ersten Tage nach dem Dünger-ansetzen waren recht heiß, was sicherlich förderlich für die Vergärung war. Seit ein paar Tagen schäumt nun aber nichts mehr -> die Brennessel/Beinwell-Jauche ist fertig.

  • Resultat: 4-5 Liter stinkender Bio-Dünger.
  • Haltbarkeit: anscheinend super-lange (zumindest dieses Jahr, oder so?).
  • Geplante Anwendung: alle 2 Wochen im Verhältnis 1:10 bis 1:20 verdünnt mit normalem Wasser beim üblichen gießen verwenden.

Das ist ein Dünger!Das ist ein Dünger!

Plastik vs. Ton: 2:0

9. May 2009

Die in die 14er-Plastik-Töpfe umgesiedelten Chilis (hinten links und vorne rechts) sprießen und gedeihen nur so vor sich hin. Okok, sie haben eine neue Erde gekriegt, aber das alleine kann’s nicht sein — schließlich sind die ursprünglichen 3 Plastik-Chilis (hinten rechts) ja auch in der selben Erde wie die 2 kärglichen Tontopf-Test-Chilis (vorne links) untergebracht, und denen geht es bedeutend besser als den ursprünglich 2 stärksten Tontopf-Pflänzchen.

Sprießen im Plastiktopf

Ich habe mich schon gefragt, ob sie nicht gar zu viele Blätter entwickeln, so wie die wuchern? Nach einigem Studium zum Thema habe ich mich aber dann doch gegen ein Ausgeizen entschieden: ich lasse die Pflanze mal so sein, wie sie sein will, und mische mich da nicht ein.

Achja, und natürlich darf das tägliche Dünger-umrühren nicht vergessen werden – es schäumt und stinkt jedenfalls schon recht!

Jauche!

Dünger: selbst gemacht!

5. May 2009

In einer frischen Erde ist zwar von Haus aus schnell mal für einige Wochen genügend Dünger vorhanden – aber auf Dauer brauchen Pflanzen natürlich Unterstützung in Form von zusätzlichen Nährstoffen. (Naja, zumindest tut es ihnen offenbar gut.) Für Chilis empfiehlt sich grundsätzlich Tomatendünger, die eine gute NPK-Mischung zur Verfügung stellen. Da ich aber keinen für mich passenden Bio-Dünger finden konnte (Flüssigdünger fand ich keinen, und die Langzeitdünger hatten meist Tiermehl oder ähnliches drin), hab ich mich für ein weiteres Experiment entschieden: Brennessel/Beinwell-Jauche, selbst gemacht.

Hier sind die 750g Brennessel und Beinwell Kräuter zu sehen. Die Mischung ist ca. halbe-halbe nach Gewicht aufgeteilt und wurde selbstverständlich der besseren Vergärung wegen “hand-gerissen” :-) . Das ganze habe ich dann noch mit 7-8 Liter Wasser aufgegossen, und da mir ein passendes Gitter fehlt kommt lose ein Deckel drauf (sodass noch Luft dazu kann, aber nicht zu viele Viehcher und Zeux ‘reinfallen).

Brennessel/Beinwell KräuterDie Jauche kann beginnenIMG_8719

Achja, noch schnell festgehalten, warum genau diese Mischung: Brennesseln liefern offenbar reichlich Stickstoff, was gut für’s Blattwachstum ist. Für die Früchte ist dann später aber offenbar auch bzw. vor allem Kalium wichtig, was wiederum von Beinwell geliefert werden kann.