Monatsarchiv für September 2009

Alte Infos – neue Blüten

24. September 2009

Anlässlich des kürzlich in’s Land gezogenen Schulanfangs — oder vielmehr in Ermangelung brisanter Neuigkeiten vom Beeren-reifenden Balkon? –, habe ich mal begonnen, das Wichtigste des 2009 bislang Gelernten im Chili-Aufzucht-Howto zusammenzufassen.

Eine Neuigkeit gibt es aber dann doch noch zu berichten: eine der großen schon seit längerer Zeit mit dem kommerziellen Dünger versorgten Pflanzen hat wieder einige wenige neue Blüten bekommen! Mit Früchten wird es sich wohl in der heurigen Saison nicht mehr ausgehen — aber schön anzusehen ist es allemal.

Trockene Zeiten

14. September 2009

Ich bin mir zwar noch nicht sicher, ob es bei dem aktuellen kühl-nassen Wetter wirklich gut ist, die Chilis draußen zum trocknen aufzuhängen (Vorteil: zirkulierende Luft), aber ich mach jetzt erstmal:

Zu trocknende Chili-Beeren

Hier auch übrigens nochmal die Auswirkungen des kommerziellen Gemüsedüngers: Das erste Foto zeigt die zu allererst aufgefallene Chili-Pflanze, die ja lange Zeit am stärksten betroffen war. Im zweiten Foto sieht man den farblichen Unterschied Eigenbau-Dünger (links, vergilbt) und Kommerzdünger (mitte-rechts, satt-grün):

Auf dem Weg der Besserung dank DüngerEigenbrau-Dünger links, Kommerzdünger mitte-rechts

Vom Gießen, vom Düngen und von der Wirkung

9. September 2009

Dosis facit venenum” hat Paracelsus offenbar bereits 1538 zurecht festgehalten – zu deutsch: “Die Dosis macht das Gift.”
Während ein “zu viel” an Wasser oder auch Dünger den Pflanzen schaden kann und wird, ist im Falle der Pflanzenaufzucht natürlich auch zu berücksichtigen, dass es ein “zu wenig” geben kann.

Zum einen sollte man nicht einfach nur auf den Wetterbericht hören. Denn wenn es trotz vorhergesagter niedriger Temperaturen dann stattdessen recht warm wird, wirkt sich das entsprechend auf den Wasserbedarf natürlich der Chilis aus (die sich ja üblicherweise nicht an Wetterberichten orientieren!). Naja – 1,5 Stunden nach dem Entdecken des akuten Wassermangels und entsprechendem (wie ich gestehen muss kräftigen) Gießen war die gute aber dann wieder erholt. Ich hoffe nur, dass die Wurzeln keinen Schaden davongetragen haben…:

Wassermangel1,5 Stunden nach dem Gießen wieder erholt

Und wie sich mehr und mehr herauskristalliert, scheint natürlich auch das Thema “düngen” von Paracelsus abgedeckt zu werden: Der Brennessel-Beinwell-Dünger “Marke Eigenbrau” stinkt zwar recht bestialisch, dürfte aber seine düngende Wirkung bei weitem nicht so gut erfüllen, wie der kürzlich erworbene Bio-Gemüsedünger vom Baumarkt. Seit einem Monat versorge ich ja nun wöchentlich einen Teil der Pflanzen weiterhin mit dem eigenen Dünger, einen anderen Teil jedoch mit dem käuflich erworbenen Fertig-Produkt. Und momentan scheint sich eine eindeutige (wenn auch aus Sicht des Hobbygärtners recht “unromantische”) Richtung herauszukristallisieren: die Blätter der Fertigdünger-versorgten Pflanzen erholen sich (rechts im Bild), wohingegen die Pflanzen mit selbst-gebrautem Dünger weiterhin an Blattgrün verlieren (links im Bild).

Links mit eigenem Dünger, rechts mit gekauftem Dünger

Die Jahreszeiten gehen nun doch recht rasch dem Herbst entgegen – bin schon gespannt, ob die momentan noch grünen Chilis überhaupt noch fertig reifen werden. Den Dünger-Vergleich werde ich jedenfalls für den Rest der Saison weiter verfolgen.

Abschließend noch ein paar Foto-Studien :-) …:

Chili-StudieChili-StudieChili-Studie