Chili-Aufzucht-Howto

24. September 2009

Im Rahmen meines Chili-Aufzucht-Projekts 2009, konnte ich einige Informationen einholen und Erfahrungen sammeln:

  • Keimen/Anzucht immer feucht und warm (z.B. über der Heizung), Start war bereits Anfang Jänner. Es gibt natürlich auch eigene Ausrüstung für die Anzucht (sich auflösende Netze, sodass beim ersten Umtopfen einfach der Erdballen in den größeren Topf gesetzt werden kann, usw.), hat bei mir aber auch wunderbar in einem normalen Blumentopf funktioniert.
  • Plastiktöpfe für die Pflanzen verwenden. Im Tontopf haben sich die Pflanzen auf Dauer nicht nur nicht wohl gefühlt — vielmehr wäre wohl mein gesamtes Chili-Projekt 2009 nicht geglückt.
  • Echte Kälte meiden. Unter 5° C scheinen Chili-Pflanzen nicht zu überleben — darauf sollte besonders in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst geachtet werden, wenn die Chilis schon draußen stehen.
  • Sonne tanken lassen. Nach einer kurzen Ein- oder besser Ausgewöhnungsphase beim ersten ‘rausstellen auf dem Balkon, sollen die Chilis ruhig so viel windgeschützte Sonne tanken wie möglich.(Sonnenbrand konnte ich trotz täglich vielstündiger direkter Sonneneinstrahlung keinen feststellen.)
  • Richtig gießen. Ich habe in der Praxis so alle 2-3 Tage gegossen, bei Hitze öfter — eigentlich habe ich meist darauf geachtet, dass die Erde nicht zu trocken wird, sondern grundsätzlich immer eher feucht (aber nicht nass!) ist.
  • Den richtigen Dünger einsetzen. Eines meiner Lieblingsexperimente war der selbstgebraute Brennessel-Beinwell-Dünger. Dieser hat bei mir aber überhaupt nicht funktioniert: Aber Jahresmitte begannen bei mehr und mehr Pflanzen, die Blätter zu vergilben und abzufallen, der Wasserbedarf sank. Testweise habe ich einen Bio-Flüssig-Dünger vom Baumarkt bei einem Teil der Pflanzen ausprobiert, und siehe da: die Blätter erholten sich wieder, neue sprossen nach, die ganze Pflanze wirkte wieder gesund.
  • Nützlinge: Neben den Bienen sind vor allem auch Schwebfliegen wichtige Bestäuber, und die Marienkäfer sind äußerst hilfreich im Kampf gegen Blattläuse (noch viel mehr wären das aber sogar die Marienkäfer-Larven).
  • Schädlinge: Blattläuse — schädigen die Blätter, die dann auch anfälliger für Krankheiten werden. Als Wunderwaffe scheint sich Brennesselauszug bewährt zu haben (wobei zuvor sowohl Knoblauchauszug eigentlich gar nicht als auch Spülmittelwasser nur wenig geholfen haben).
  • Seit Mitte August werden Beeren reif. Offenbar könnte man dünnwandige Chilis sogar an der Pflanze trocknen lassen, ich hänge allerdings die meisten tiefroten und zur Ernte reifen Chili-Beeren nach dem Abschneiden in der Freiluft auf.

Was werde ich beim nächsten mal also anders machen?

  • Von vornherein in Plastiktöpfe pflanzen.
  • Kommerziellen Bio-Dünger verwenden (Langzeit oder flüssig muss noch entschieden werden).
  • Blattläuse werden sofort mit Brennessel-Auszug bekämpft.
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