Archiv für das Tag 'Schädlinge'

Ojeh – die Blattläuse sind da!

11. May 2011

Vor gut einer Woche habe ich die ersten vereinzelt auftretenden Blattläuse entdeckt. Grund genug, wieder einen Brennessel-Auszug zu brauen: diesmal wurden es 400 g frische Brennessel-Blätter mit nur mehr wenig Stängeln dran, die ich in 4 Liter kaltes Wasser für ca. 18 Stunden (es waren diesmal wohl eher 21) eingeweicht. Die Flüssigkeit habe ich anschließend durch ein Sieb gefiltert. Nahezu unverdünnt habe ich diesen Brennessel-Auszug dann auf die Blätter der vier befallenen Pflanzen (3x Hans’ und die Gelbe Habanero) gesprüht, von oben und von unten. (Am Abend habe ich die Brennessel-Auszug-Kur dann nochmal wiederholt.)

11-05-15, Update: Momentan kann ich insbesondere auf der vor ein paar Tagen am meisten befallenen Gelben Habanero keinerlei Läuse mehr erkennen. :-)

Reife im Anmarsch

9. August 2009

Nach einer weiteren Woche des Reifens wird die erste Chili-Beere schön langsam “fertig”: das rot ist zwar recht hell und scheint mit der Zeit noch ein wenig nachzudunkeln und satter zu werden, daher lasse ich die Beere noch ein paar Tage auf dem Strauch. Seit dem Auftauchen dieser ersten Chili Mitte Juni sind dann genau 2 Monate vergangen. Dieser Zeitraum deckt sich auch mit Infos von pepperworld.com, wonach in Mexiko die beste Reife (also auch meiste Schärfe) tlw. nach ca. 40-50 Tagen ab Fruchtbildung erreicht wird – Zitat: “[...] bei unserem Klima darf man getrost ein paar Tage bis Wochen dranhängen.”

Weiters zum Ernte-Zeitpunkt:

  • Beim leichten zusammendrücken der Beere ist diese Anfangs eben noch recht “voll”. Zu einem späteren Reifezeitpunkt, sobald die Samen ausgebildet sind, entsteht in der Frucht ein wenig Leerraum, sodass die Beere zusammengedrückt werden kann. (Lt. chili-balkon.de sind die Samen unreifer Chilis nicht keimfähig!)
  • “Zu spät” geerntete Beeren verlieren offenbar wieder etwas an Schärfe. Allerdings gewinnen rote Chilis oft an Aroma (-> Süße und Carotin).
  • Die Schärfe der Beeren nimmt ab, je weiter oben auf der Pflanze die Beere wächst.
  • Rote Chilis sollte man ernten, bevor sie schrumpeln – allerdings kann man offenbar lt. ‘pepperworld’ dünnwandige Sorten auch am Strauch trocknen lassen (in meinem Fall habe ich daher vorerst keinen Ernte-Stress), wohingegen ‘chili-balkon’ wiederum generell schreibt man sollte die Früchte ein paar Tage nach dem Farbumschlag ernten und sie nicht auf der Pflanze belassen und damit weich werden lassen.

Übrigens wird Test-weise die Hälfte der Pflanzen ab sofort mit einem gekauften flüssigen Bio-Gemüse-Dünger versorgt, wohingegen ich für die anderen bei der selbstgemachten Brennessel-Jauche bleibe. Mal sehen, ob sich ein Unterschied feststellen lässt. (Dünger-Ausgangstoffe: Zuckerrübenvinasse, weicherdiges Rohphosphat. Chloridarm. 3% N Gesamtstickstoff, 3% N organisch gebundener Stickstoff, 1% P2O5 wasserlösl. Phosphat, 5% K2O wasserlösl. Kalumoxid.)
Achja, und die Blattläuse bin ich nach dem einmaligen Brennessel-Auszug sprühen immer noch los! :-)

Abschließend noch ein paar aktuelle Bilder:

Rote Chili-BeereNoch eine errötende BeereZwei große vs. der "kränkelndsten" PflanzeDie meisten anderen Pflanzen

PS: Hier schonmal eine Vorschau auf’s Trocknen und die kulinarische Ecke der Ernte :-) . Bei exotic-samen.de sind auch noch einige Infos zur Ernte und anschließenden Verarbeitung angeführt.

Die erste Röte

2. August 2009

Nach einer Urlaubs- und anschließend Computer-technisch bedingten Pause, nun endlich der aktuelle Zwischenstand:
-> Alle Pflanzen leben ganz gut vor sich hin, die großen drei sind 40cm hoch mit zwischen 40-60 Chili-Beeren in unterschiedlichen Reifestadien. (Selbst der unten beschriebene vergilbteste kleine Kollege hat noch eine Hand voll Chili-Beeren entwickelt.)

Zu den Details – und davon natürlich das Wichtigste zuerst: die erste Röte ist im Anmarsch! … :)

Chilis über den Dächern der StadtDie erste "Röte 2009"Die erste "Röte 2009"

Aber nun der Rest der Reihe nach:
Vor 3 Wochen habe ich wohl jeden Tag mind. 2x manuell die Blattläuse bekämpft – mit anschließendem Händewaschen geht das schon irgendwie. :)
Am 17. Juli habe ich mir aber dann einen Brennessel-Auszug gemacht als Geheimmittel im Kampf gegen die Blattläuse: 300g Brennesseln (so gut als es ging derer Zweige die noch nicht in Blüte standen), 3 Liter Wasser drüber – und nach ca. 18h absieben. Das schon recht braune Wasser hab ich unverdünnt auf alle Chili-Pflanzen gesprüht.
2 Wochen später waren nur mehr vereinzelt ein paar Läuschen zu sehen – ansonsten bin ich mit nur dieser Einmal-Behandlung die Viehcher momentan los – hurra! :)
Die Pflanzen haben (außer den optisch unschönen braunen Flecken der getrockneten Tropfen) AFAICS keinerlei Schaden davon getragen.

Brennessel-Auszug gegen BlattläuseBrennessel-Auszug hinterlässt braune Tropfen-Flecken

Wie bereits erwähnt ist die von der mehrfach beschriebenen Vergilbung am schlimmsten betroffene Pflanze ebenfalls zu einer fruchttragenden solchen geworden: es sind zwar nur wenige, aber zumindest scheint es ihr nicht sterbens-elend zu gehen. Schön zu sehen waren zwischendrin endlich wiedermal ein paar dunkel-grünere frische Blätter – sicherlich ein gutes Zeichen. Manche Blätter haben’s jedoch nicht geschafft:

Vergilbendes Blattehem. vergilbtes Blatt - jetzt vertrocknet

Seit 3 Wochen gieße ich nun übrigens alle wöchentlich mit 1:10 Brennessel-Dünger. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass diese stärkere Mischung nun doch eher hilft… den anderen Chili-Pflanzen geht es jedenfalls nicht mehr wesentlich schlechter seither, auch wenn manche Blätter (v.a. die weiter unten, dort auch kleine) weiterhin vergilben und abfallen.
Wenn es sich ausgeht, werde ich aber noch einen Bio-Flüssigdünger bei ein paar der Pflanzen ausprobieren, um weitere Erfahrungen zu sammeln.

Als neues Getier hat sich offenbar zwischenzeitlich sogar mal ein junger Grashüpfer (oder sowas in der Art) auf unseren Balkon verirrt… zum heutigen Abschluss jedenfalls noch schnell ein paar generelle Fotos:

Chilis - die beiden größten PflanzenChilis - ÜberblickChili-LandschaftWachstums-StudieGrashüpfer auf Chili-BlattGrashüpfer auf Chili-Blatt

Bis bald also wieder, ich schwelge derweil schonmal in voller rot-farbig-blumiger Vorfreude ob der künftigen scharfen Erlebnisse!

Abgefallene/-rissene Blüten

13. July 2009

Hmm … anbei Fotos von abgefallenen Blüten — ich glaube aber mittlerweile, dass dies ein bislang noch nicht aufgetretener mechanischer “Unfall” war: rund um die Pflanze herum war es recht nass – wahrscheinlich hat es von oben kräftig heruntergetropft und dabei die Blüten von gerade werdenden Beeren heruntergerissen.
Update: Mittlerweile bin ich mir sicher, dass es sich bei den Blüten-Sorgen um einen Anfänger-Fehler handelt: manche Blüten bleiben “auf der Pflanze” und vertrocknen halt dort, sobald sich eine Frucht bildet — andere fallen halt wegs Wind oder aus anderen mechanischen Gründen vorher schon ab…

Blüten abgefallen - oder abgefallen worden?Blüten abgefallen - oder abgefallen worden?

Dem Feedback im Forum auf chili-balkon.de entsprechend und auch nach Dave’s Kommentar im letzten Post, dürfte es sich bei den vergilbten + fleckigen Blättern evtl. um Nährstoffmangel handeln. Das wäre natürlich die angenehmste Diagnose. Ich dünge heute jedenfalls mal 1:10 mit meiner Brennessel-Beinwell-Jauche (und damit in einer stärkeren Mischung also ich’s bisher meist gemacht habe), und werde mich evtl. doch nochmal auf die Suche nach einem Bio-Flüssig-Tomaten-Dünger begeben.

Eindeutig lästig ist derzeit immer noch das Blattlaus-Problem — mit dem Knoblauchauszug werde ich die hellgrünen bzw. kleineren braunen Dinger bislang einfach nicht los, tlw. sind die Biester recht verbreitet.
Ich habe jetzt mal die kleineren Pflanzen mit einer Spülmittellauge besprüht – für die größeren, bei denen gerade einige Bienen und Schwebfliegen emsig beschäftigt sind, mache ich mir demnächst vielleicht einen Brennesselauszug.

Chili-Beeren vs. Problem(be)fall?

11. July 2009

Chili-Beeren: Grundsätzlich geht’s den Chili-Pflänzchen am Balkon recht gut – die 2 stärksten haben auch schon recht fleißig Chili-Beeren drauf. Die sind zwar noch tief-grün, aber wen wundert’s, bei zumindest wochenlangem April-Wetter mitten im Sommer. Die kommende Woche wird nun hoffentlich wirklich endlich mal wärmer bis vielleicht sogar Sommer-heiß – auch wenn momentan nur 1 derartige Woche angesagt ist, das wär schon was! ;-)

Chili-Beeren-HaufenChili-Blüten vor kleinen BeerenChili-Beeren-Haufen 2

Problem(be)fall: Während bei manchen der Chili-Pflanzen (meist weiter unten beginnend) immer wieder die Blätter vergilben anfangen und leicht fleckig werden, hier ein paar Fotos von der unter Quarantäne gestellten am schlimmsten befallenen(?) Pflanze.
Falls jemand eine Idee hat, was hier los ist und ob das (wenn schon zumindest hoffentlich nicht für mich beim eigentlich ja geplanten Chili-Beeren-Verzehr, so evtl.) für die Chilie-Pflanzen gefährlich ist, gebt mir bitte kurz Bescheid – danke schön!

Kranke Chili-Pflanze?Kranke Chili-Pflanze?Kranke Chili-Pflanze?

Ebenso ist wiedereinmal bei einer der zwei stärken Pflanzen eine kleine werdende Chili-Beere samt Stengel abgefallen:

Abgefallene Chili-Beere

Gesundheits-Probleme?

4. July 2009

Fall 1: Die zuletzt erwähnte Chili-Pflanze (hier im Vordergrund) erholt sich nicht: Vergilbte und fleckige Blätter, braucht kaum Wasser … hat vielleicht jemand eine Idee, was die Pflanze haben könnte? (Forsche gerade bei den klassischen Schädlingen im Umfeld Virus-/Pilz-Erkrankungen…)
Update: Ich habe die Pflanze jetzt mal sicherheitshalber unter Quarantäne (= auf den anderen Balkon) gestellt.

Blätter vergilbt?Helle, fleckige Blätter

Fall 2: Wie ich gerade auf Tomatenundanderes über den Tabakmosaikvirus gelesen habe, werfen infizierte Pflanzen Blüten ab, Früchte erhalten braune Flecken insbesondere beim Ansatz. Nichtsahnend habe ich gestern die nachfolgende abgeworfene Mini-Frucht gesehen (man beachte auch die braunen Flecken am Stiel), und ebenso eine abgeworfene Blüte. Leider weiß ich nicht mehr, bei welcher Pflanze das war.
Hmm — hier muss ich auf jeden Fall weiter beobachten…

So fängt alles an

Netter find’ ich’s da schon, noch schnell eine Momentaufnahme meiner Chili-Ecke zu erstellen:

Die Chili-PlantageGrößenordnungSchwebfliege

High Noon

30. June 2009

Ein paar Chili-Beeren sind im Anmarsch — ansonsten gibt es momentan aber nicht viel Neues — bis auf den heute zu Gast seienden neuen Marienkäfer natürlich, mit dessen potentieller Beute gleich vis-à-vis auf dem selben Blatt. Eine gerade “von statten gehende Mahlzeit” konnte ich aber leider keine beobachten.
Bei diesem Exemplar dürfte es sich wohl um einen Asiatischen Marienkäfer handeln – eine in unseren Gegenden alles andere als unproblematische Art, da er die hiesig ansässigen Arten der Marienkäfer eventuell verdrängen könnte. (Der Asiatische Marienkäfer frisst leider nicht nur Blattläuse, sondern offenbar oft genug auch die Larven der “unsrigen” seiner Gattung.)

Insekten-"High Noon"

Die Blattläuse bekämpfe ich momentan meist mechanisch mit Daumen und Zeigefinger, bzw. mit dem alle paar Tage versprühten Knoblauchauszug. Die regelmäßigen Säuberungs-Aktionen scheinen zwar zu helfen, zumindest hält sich die Laus-Anzahl in Grenzen, wenn auch der durchschlagende Erfolg noch nicht eingetreten ist.

Meine beim finalen Umzug der meisten Pflanzen im damaligen Topf verbliebene Chili-Pflanze (die kleinere der beiden) schaut übrigens nicht gerade satt-grün gesund aus. Vielmehr haben ihre Blätter einen schon leicht hellgrün/gelblichen Ton, und die Pflanze verbraucht kaum Wasser. Ob die Blattläuse der Grund dafür sind, welche diese Pflanze nämlich kräftig erwischt haben, oder ob’s doch was anderes ist …? (Die ältere Erde dürfte es eigentlich nicht sein, da die größere der beiden nicht umgesetzten Chili-Pflanzen wunderbar gedeiht.)

Eine Chili oder zwei

20. June 2009

Wie das Leben so spielt gibt’s wiedermal gute und schlechte Nachrichten…

Super-cool ist: Zwei Chilis sind im Anmarsch – hier ist die größere zu sehen!

Zwischenstand der Chili-PlantageDie erste Chili-FruchtChili-Frucht

Ziemlich uncool ist, dass die Blattläuse wieder sehr aktiv wurden :-( . Leider habe ich vor 2-3 Wochen dann auch gleich wieder zum Sprühen aufgehört, als ich keine Blattläuse mehr gesichtet habe. Wie es aussieht war das ein Fehler…
Hab heute gleich alle Pflanzen kräftig mit meinem Knoblauch-Auszug besprüht und wo es gegangen ist die Blattläuse manuell entfernt. (Nicht besprüht habe ich die eine Pflanze, auf der offenbar momentan ein Marienkäfer sein Zuhause gefunden hat – gute Nachrichten in der Krise -, siehe Foto beim vergangenen Eintrag. Den will ich auf keinen Fall vertreiben, und wer weiß ob dem nicht auch Knoblauch zuwider ist.)
Die nächsten 1-2 Wochen werd ich auf jeden Fall mal alle 3 Tage sprühen, ich hoffe es hilft.

BlattläuseBlattläuseBlattläuse

Königsblüte und Laus-Folgen

8. June 2009

Eine der schön langsam zahlreicher werdenden Blütenknospen ist mittlerweile aufgegangen zu meiner allerersten gezogenen Chili-Blüte. (Vielleicht hilft mir diese ja auch irgendwann, meine Chili-Sorte zu bestimmen :-) …)

Zu dieser, offenbar Königsblüte genannten, ersten Blüte der Pflanze gibt es derlei vieler Meinungen: ausbrechen ja oder nein. (In der Theorie regt man die Pflanze zu gesteigertem Wachstum, mehr Blüten und mehr Ertrag an, wenn man ihr diese erste Blüte wegnimmt.) Ich habe mich aber, nicht zuletzt wegen dem Experiment auf pepperworld.com, dagegen entschieden und lasse die Pflanze wiedermal so sein, wie sie ist. Sie wird schon einen Grund haben dafür. :)

Reife BlütenknospeDie erste Blüte geht aufIn voller Blüte

Blattläuse sehe ich übrigens momentan keine, allerdings zeigt die am stärksten befallen gewesene Pflanze an der Spitze doch gravierende Schäden – man beachte die verrunzelten Blätter. (Ich vermute, dass dies wirklich von den Läusen kommt, da ich auch die anderen Pflanzen, die nicht so befallen waren, tlw. besprüht habe, diese zeigen aber keine solchen ausgeprägten Reaktionen.)

Folgen des BlattlausbefallsBestandsaufnahme

Von Knospen und Läusen

31. May 2009

Die gute Nachricht ist, dass Blütenknospen Anmarsch sind – juhu!

Die schlechte Nachricht hingegen: Blattläuse.
Woher auch immer diese doofen Viecher kommen (evtl. von den anderen Pflanzen am Balkon, oder von der Erde, …?), habe ein-zwei verschiedene Sorten davon auf meinen Chilis gefunden.
Anfangs hab ich sie noch mechanisch und mit Sprühkanister + Seifenlauge bekämpft (und dabei mit dem festen Strahl teils selbst noch den Blättern Schaden zugefügt – ab sofort nur mehr Nebel-sprühen!). Hab mir dann aber als Bio-Variante einen Knoblauchauszug gemacht: dafür eine Knoblauch-Knolle in 3 Liter Wasser geben, aufkochen und dann ein paar Stunden ziehen lassen. Anschließend kann man das alle paar Tage mal auf die Blätter/Läuse sprühen.

Blütenknospen kommenBlattläuseKnoblauchauszug gegen die Blattläuse

Hier zwei Links zu Übersichten häufiger Chili-Schädlinge (pepperworld.com), und Schädlinge (chili-farm.de).